Die ersten Meilertage

Der Köhler Günter Birkelbach

Zu den ersten Lürbker Meilertagen, vom 6. bis 17. Juni 1995, kam Günter Birkelbach in die Lürbke, um hier einen Holzkohlenmeiler zu errichten und aus Holz Holzkohle herzustellen.

Günter Birkelbach ist einer der letzten Köhler Deutschlands.
Er wurde am 21.12. 1927 in Schmallenberg- Lenne im Sauerland geboren. Auch sein Vater war, wie seine Vorfahren, Köhler und so kam der junge Günter schon früh mit diesem Handwerk in Berührung. Es war kein Zufall, sondern mehr eine Selbstverständlichkeit, dass er ebenso den Beruf des Köhlers erlernte.

Der letzte Weltkrieg unterbrach seine Tätigkeit. 1952 begann er als Waldarbeiter in den nahegelegenen Sauerländer Wäldern zu arbeiten.

1956 schließlich kehrte Günter Birkelbach zu seinem ursprünglichen Handwerk zurück und lieferte als selbständiger Köhler Holzkohle für verschiedene nahegelegene Betriebe. Erst als der Absatz der Holzkohle immer schwieriger wurde und der Erlös der Kohle den Aufwand eines Holzkohlemeilers nicht mehr lohnte, stellte er sein Gewerbe ein.

Heute reist Günter Birkelbach in Deutschland umher und weist alle Interessierten in sein fast ausgestorbenes Handwerk ein. Den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein ist er unterwegs.

 

Schützen schlugen Holz für den Meiler

Bevor die Meilertage begannen, hatten die Schützen bereits in zahlreichen Arbeitseinsätzen weit über 50 Festmeter Erlen-, Eichen- und Buchenholz geschlagen, gespalten und zum Meilerplatz am Hubertusheim gefahren und aufgeschichtet. Von diesen schweißtreibenden Tätigkeiten als Holzarbeiter im Walde, erzählen einige Schützen noch heute.

 

Die Lürbker Meilertage 1995

Den zweiten Meiler im Jahre 1995 schichtete Günter Birkelbach zu den 1. Lürbker Meilertagen in der Lürbke auf, und zündete ihn pünktlich gemeinsam mit Schützenpräses Rupert Bechheim auf der Wiese am Hubertusheim an.

Der Lürbker Meiler war während der Meilertage das Ziel vieler Interessenten. Allein 45 Schulklassen ließen sich von den Schützen und dem Köhler, über das Köhlerhandwerk informieren und schauten Günter Birkelbach bei seiner Arbeit über die Schultern.

Ein breitgefächertes Rahmenprogramm hatten die Lürbker Schützen zu den Meilertagen organisiert. Zahlreiche Musik- und Gesangvereine aus den Nachbarortschaften konnte Brudermeister Ulrich Ostermann am Meilerbegrüßen. Auch Bürgermeister Rudi Düppe war der Einladung der Lürbker gefolgt und besuchte am Sonntag,
11. Juni 95 die Lürbker Meilertage und lies sich gemeinsam mit seiner Familie von Günter Birkelbach in die Geheimnisse des Köhlerhandwerks einweisen.

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Köhler stöhnte über Masttage

Als „Köhler-Masttage“ hat Köhler Günter Birkelbach seinen Aufenthalt bei den Meilertagen in der Lürbke bezeichnet, wo er zur Freude vieler Besucher und ganzer Schulklassen über Wochen demonstrierte, wie Holzkohle hergestellt wird. In dieser Zeit wurde er reihum von den gastgebenden Lürbkern verwöhnt und versorgt. 15 Familien teilten sich das Vergnügen, ihn zu bekochen. Das Ergebnis: Der Köhler hatte erheblich an Gewicht zugelegt.

 

Ausklang der Meilertage

Am 16. Juni 95, dem Abend vor der Meileröffnung hatte Günter Birkelbach, zum Köhlerabend - mit einem im Meiler geschmorten Rollbraten, - geladen. Zahlreich waren die Schützen dieser Einladung gefolgt und erlebten in gemütlicher Meileratmosphäre einen unvergessenen Abend bei Musik und Gesang.

Die Erwartungen der Schützen an diese Veranstaltung der 1. Lürbker Meilertage wurden in jeder Hinsicht übertroffen.

Eine in der Lürbker- Schützengemeinschaft entstandene Idee, wurde in die Tat umgesetzt, gemeinsam geplant, vorbereitet und mit den 1. Lürbker Meilertagen veranstaltet und durchgeführt.

Mehere tausend Gäste haben die Meilertage in Lürbke besucht und dem Köhler Günter Birkelbach bei seiner Arbeit zugesehen und sich in dieses alte Handwerk einweisen lassen. ( Unzählige kamen täglich zum Meiler)

Einige der Besucher hätten sicher zum Ende der Meilertage bei Günter Birkelbach eine Prüfung als
Köhlergehilfen ablegen können und mit Sicherheit auch bestanden.

Der Köhler Günter Birkelbach hat gemeinsam mit den Lürbker Schützen diese Meilertage 1995 durchgeführt und durch seine Person geprägt. Er hat die Herzen der Besucher und die der Lürbker Schützen im Fluge erobert und viele Freunde gewonnen.

Am 17. Juni 95 um 10 Uhr konnte der Meiler geöffnet werden. Zahlreiche Helfer unterstützten den Köhler bei dieser Arbeit. Über 200 Säcke Holzkohle konnten die Lürbker aus dem Meiler ernten.

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Die Lürbker Meilertage

Wenn man bei uns in alten Zeiten
ringsum auf die Berge sah, -
erkannte man da schon von weitem
wo ein Kohlenmeiler war.

Der dicke Rauch quoll hoch zum Himmel
wenn das Wetter schön und klar, -
doch lag das ganze Tal im Dümmel
wenns bedeckt und diesig war.

Die Kohle aus gebranntem Holz, -
damals schon von großem Wert,
war des Köhlers ganzer Stolz
und vielen Menschen Broterweb.

Den Kohlenmeiler aufzubauen, -
zu beschichten Scheit um Scheit
war wie ein Kunstwerk anzuschauen
trotz körperlicher Schwerstarbeit!

Das diese alte Heimatkunde
im Biebertal nicht untergeht,
hat die Hubertus Schützenrunde
das Köhlerhandwerk neu belebt.

Und bei Gesang, Musik und Spiel
ein Erlebnis ohne Frage
und wunderschönes Ausflugsziel
sind die Lürbker Meilertage.



Norbert Rickenbrock

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